Das erste Boot meines Großvaters

„Das Segeln in der Familie fing mit meinem Großvater an. Er kaufte damals ein Boot in Kiel. Dies war ein ehemaliges Rettungsboot. Es sollte noch umgebaut werden, dies war noch nicht fertig geworden. Das Boot lag also vor der Überführung lange trocken.

Mein Großvater mußte das Boot dann durch den Kanal rudern.

Er schlief auf dem Boot. Immer wenn die Hand in Schlaf naß wurde, mußte er das Boot ausschöpfen. Nach ein paar Tagen war das Boot dann wieder dicht.“

W.E.

jbet: Ich finde die Geschichte besonders schön, weil für mich hier wieder die Verrücktheiten herauskommen. Wer würde heute ein Boot so überführen?

Wir haben das tatsächlich einmal erlebt, daß eines von den Holzbooten im Winter in der Halle so ausgetrocknet war, daß es beim Slippen fast unterging. Das eindringende Wasser mußte stundenlang angepumpt werden, bis das Boot dann Nachmittags endlich wieder dicht war. Von daher kann ich mir jetzt sehr gut vorstellen, wie das Ganze abgelaufen sein muß.

Der Adler